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Tell me it's time, serpents in my mind. Looking for your crimes.

Everything changes, I dont want mine to this time.

 

Jemanden wieder zu treffen, mit dem man früher sehr viel geteilt hat und mit dem einen nun nicht mehr als die bloße Erinnerung an die gemeinsame Zeit verbindet, ist interessant. Verschämte Blicke (?) und das Geschwafel über das Jetzt. Sein Jetzt ist noch uninteressanter als meins.

Es ist wie vor einigen Wochen, als ich merkte, wer mit mir nicht umgehen kann. Als stünde Sterbefall auf meiner Stirn und jedes Wort könnte das Falsche sein. Irgendwann fiel sie dann doch, die Frage. "Wie geht es zuhause mit der Familie?" Was sollte es bringen, das an einem Abend zu besprechen, an dem es nicht darum geht. Hilft es ihm? Hilft es mir? Ich glaube nicht. Ich sagte nur, dass ich das nun nicht breittreten will. Und damit breiteten wir den Mantel des Schweigens über mich.

Klar, es ist nett gemeint - aber es gibt leider auch Nettigkeiten, die nichts bringen. So wie Beileidsbekundungen. Die werden zwar immer seltener, aber sie stören mich noch immer von Grund auf. Was bringt es mir, wenn mir jemand sein Beileid ausdrückt? Ich fühle mich dadurch nicht besser und ich fühle mich der Person  auch nicht verbundener. Ich fühle mich einfach weiter so, wie ich mich fühle.

Was bringt es dem anderen, mir sein Beileid zu bekunden? Fühlt er sich dann besser? Das kann ich mir nur schwer vorstellen. Es ist eine Worthülse ohne Gewicht. Fühlt er sich mir verbundener? Nein.

 

Und gleichzeitig habe ich dieses dumpfe Gefühl, dass ich das Ganze zu einem weiteren Problem aufbausche, weil ich es bin, der es ablehnt, über den Tod meiner Mutter zu sprechen. Ich könnte jede Gelegenheit nutzen, ohne Rücksicht auf Verluste. Aber genau vor diesen Verlusten habe ich Angst. Was, wenn sich jemand von mir abwendet, weil er nicht damit klarkommt, dass eine Trauerphase nunmal sehr sehr viel Zeit braucht? Was, wenn jemand es für besser hält, mich einige Monate nicht mehr zu sprechen, um mir Zeit zu geben?

Das würde mich wirklich treffen. Noch mehr als die Tatsache, dass ich meine Trauer im "normalen Leben" verstecken muss.

23.2.12 10:09


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Come on skinny love, just last the year

Eigentlich hatte ich mich darauf gefreut, wieder etwas schreiben zu können. Aber jetzt, wo mich myblog mal wieder lässt, kommt mir alles so wenig erwähnenswert vor. Meine Gedanken kreisen ohnehin immer um die selben Dinge.
22.2.12 09:28


Everyday I wake up and it's sunday.

Es ist wie ein Autounfall - man will nicht hinsehen, aber man muss es. Es ist, als würde neben einem eine Atombombe gezündet. Und unweigerlich stellte ich mir die Frage, ob ich nicht doch mehr Anteil an allem hatte, als man mir weißmachen will. Ich fühle mich trotzdem schuldig.

Ich bin nicht mehr 15. Und ich bin keine moralische Instanz für Menschen, die ich nicht kenne. Und ich lasse mir meine Moralität auch nicht von jemandem absprechen, der im Eifer des Gefechts seinen gesamten Hass auf mich entlädt obwohl ich nicht derjenige bin, der seine Beziehung versaut hat.

Es wäre ihr gegenüber fair gewesen, etwas zu sagen weil ich es wusste? Sure thing. Aber ich bin ihr nichts schuldig. Aber nunja - offensichtlich ist das einfach das, was man erntet, wenn man Nichts säht.

Ich besitze also keine Größe. Keinen Anstand. Nun, ich habe zumindest moralisch das getan, was ich korrekt fand - und das war schon eine Entscheidung gegen unsere Freundschaft. Und diese Entscheidung hat er mir verziehen. Und nun hätte ich unsere Freundschaft ihrer Meinung nach also komplett ruinieren sollen, nur damit ich meinem Gewissen gerecht werde?

Sounds like a plan. ?!

18.2.12 13:04


Close your eyes, walls black, ice is thining.

Dass ich manisch bin, das weiß ich schon sehr lange. Bei mir liegt die Manie aber im Sozialisieren bedingt. Je mehr ich sozialisiere, desto manischer bin ich. Desto mehr Hochs und desto mehr Tiefs erlebe ich.

Aber ist ein Normalzustand zwischen beiden überhaupt möglich? Ich glaube nicht.

Letztens schrieb ich S. nachdem ich ihre Emailadresse wiedergefunden hatte. Ich habe mich nicht getraut, in die Antwortmail zu schauen - vielleicht tue ich es die Tage mal.

Mein Leben könnte nicht besser laufen; meine Schwester ritzt sich, der Hund wird immer apathischer mit seinem Nasenproblem und weigert sich partout auf Maulatmung auszuweichen. Alle wollen oder müssen in eine Therapie - wie soll man das alles verkraften.

16.2.12 10:59


Your love is blinding, I'm already home

Eigentlich hatte ich sehr viel zu sagen in der ganzen Zeit, in der ich mal wieder nichts posten konnte/durfte. Und nun ist es irgendwie fort. Als wäre mein Kopf einfach leergesaugt worden. Vielleicht finde ich manche Dinge erneut.

Manchmal glaube ich, ich bin immer noch 16, nur zehn Jahre älter. Aber sobald ich das denke weiß ich, dass ich einfach so bin, wie meine Freunde mich in Erinnerung haben. Und das ist so, wie ich damals war. So wie ich war, als eigentlich alles in Ordnung war. Es kommt aber ehrlicherweise auch darauf an, mit wem ich etwas unternehme. Ich adaptiere offenbar mein Verhalten so, wie es passt. Komisch.

Ich merke, wie mir die zwischenzeitlichen Hochs eigentlich noch mehr Tiefs bescheren. Je besser die Zeit ist, die ich mit irgendwem verbringe, desto schlimmer ist das Zurückkehren in den Alltag. Warum gibt es das Wort überhaupt - Alltag. Da steckt das Verhasste doch schon in den beiden Teilworten, das Langweilige, das Graue, das Gewöhnliche.

Es gibt Momente, in denen würde ich mir gerne meinen Mund zunähnen, da ich ihn ohnehin nicht halten kann. Frei heraus, baue ich gerne mal verbale Scheiße und muss dann feststellen, dass ich damit vielleicht sogar Beziehungen retten kann? Faszinierend und beängstigend zugleich.

14.2.12 18:30


Always stays the same, nothing ever changes.

Yup. Niemand verändert sich. Alle bleiben die Menschen, die sie schon immer waren. Auch ich. Irgendwo schade.
10.2.12 16:54


'Cause I don't wanna be all ball and chain.

Wenn man mich fragt, was ich besonders gut kann, dann antworte ich: Lügen. Und auch wenn die meisten Leute darüber lachen, ist es die Wahrheit. Nur ist dann natürlich weiterführend die Frage, was man mir überhaupt glauben kann.

Und ich meine definitiv nicht das gebräuchliche Alltagslügen, das man benutzt, um Leuten nicht auf die Füße zu treten, oder lästige Fragereien zu beenden. Aber auch nicht Lügen im großen Stil, bei dem man Menschen oder Firmen schädigt. Ich meine Lügen, die man so perfekt spinnt, dass man sie am Ende selbst verinnerlicht als seien sie die Wahrheit.

Je mehr man lügt, desto einfacher fällt es einem.

9.2.12 13:41


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